African Parks │ 4. November 2019

African Parks und die Regierung von Simbabwe werden den Matusadonha-Nationalpark gemeinsam verwalten und wiederherstellen

Harare, Simbabwe: Die Regierung von Simbabwe und die gemeinnützige Umwelt- und Artenschutzorganisation African Parks unterzeichneten am Freitag, 1. November 2019, eine 20-jährige Vereinbarung zur Verwaltung des Matusadonha-Nationalparks. Der 1 470 km2 große Park reicht von den Matusadonha-Hügeln bis an das Ufer des Kariba-Sees. African Parks wird in Zusammenarbeit mit der Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority Managementstrategien zu Sicherung des Parks und zur Wiederherstellung der Tierpopulationen umsetzen und den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Wert des Parks für die lokalen Gemeinschaften langfristig freisetzen. Matusadonha ist das sechzehnte Schutzgebiet im Portfolio von African Parks.

„Simbabwe gehört zu den reichsten Nationen der Welt in Bezug auf natürliche Ressourcen und Wildtiere. Diese Vermögenswerte, die jährlich Millionen Besucher anziehen und eine wichtige Stütze unserer Wirtschaft sind, müssen angemessen verwaltet werden, damit sie weiterhin zur Entwicklung beitragen“, so Fulton Mangwanya, Generaldirektor der Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority. „Unsere öffentlich-private Partnerschaft mit African Parks zur Wiederherstellung von Matusadonha hilft uns, den Umwelt- und Artenschutz als nachhaltigen Wachstumsmechanismus voranzutreiben und eine Tourismuswirtschaft zu fördern, die Menschen hilft und Simbabwes Tierwelt schützt.

Matusadonha ist eine ökologisch vielfältige Landschaft im Zambezi-Biom. Die Flüsse Ume und Sanyati begrenzen den Park und 700 Meter hohe Hügel reichen bis zum Ufer des Kariba-Sees im Norden des Parks. Mischwälder und Buschland bedecken die Steilhänge, Plateaus und Ebenen, und eine Baumgruppe, halbversunken im See, erstreckt sich über die gesamte Uferlinie. Der Park beherbergt mehr als 240 Vogelarten, Baobab-Wälder und Wildtiere wie Elefanten, Löwen und Büffel. Jahrzehntelange Wilderei und unzureichende Ressourcen trugen jedoch zu ihrem Rückgang bei; die Zahl der Elefanten und Spitzmaulnashörner wurde drastisch reduziert.

„Wir sind stolz darauf, zum ersten Mal mit der Regierung von Simbabwe zusammenzuarbeiten, um das Potential einer der außergewöhnlichsten Nationalparks des Landes zu erschließen“, so Peter Fearnhead, CEO von African Parks. „Simbabwe hat eine lange Vergangenheit im Umwelt- und Artenschutz. Unser gemeinsames Ziel ist es, Matusadonha als eines der führenden Schutzgebiete im südlichen Afrika wiederzubeleben. Indem wir in Parks wie Matusadonha investieren, können wir Simbabwe und dem gesamten Kontinent langfristig Nutzen bringen.“

Die Regierung von Simbabwe und African Parks werden den Park vollständig wiederherstellen und Strategien zur Verbesserung der Infrastruktur, Rechtsdurchsetzung und Entwicklung der Gemeinden umsetzen. Der Park war einst eine Hochburg für Spitzmaulnashörner. Nun soll er wieder als Zufluchtsort für diese vom Aussterben bedrohten Tiere und andere wichtige Arten aufgebaut werden. Mit seiner atemberaubenden Lage am Kariba-See birgt Matusadonha großes Potential als Touristendestination. Hohe Priorität hat deshalb der Ausbau des nachhaltigen Tourismus, damit lokale Gemeinden davon profitieren können.

Der Matusadonha-Nationalpark ist das erste von African Parks verwaltete Schutzgebiet in Simbabwe. Dies ist ein neuer Meilenstein, mit dem unser Portfolio auf 16 Schutzgebiete mit fast 11 Millionen Hektar in 10 Ländern angewachsen ist. Die Wyss Foundation, Oak Foundation und Stichting Natura Africae sind strategische Partner von African Parks und leisten einen Teil der operativen Unterstützung für das Management von Matusadonha.

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Scott Ramsay Elephant in Matusadona
Ein Elefant läuft entlang der Küste des Kariba-Sees im Matusadonha-Nationalpark. © Scott Ramsay

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Über African Parks: African Parks ist eine gemeinnützige Organisation, die die gesamte Verantwortung für die Rehabilitation und das langfristige Management von Nationalparks in Partnerschaft mit Regierungen und lokalen Gemeinden übernimmt. Wir verfügen über die größte Anti-Wilderei-Einheit und die größte Landfläche einer einzigen Nichtregierungsorganisation in Afrika. Wir verwalten momentan 16 Nationalparks und Schutzgebiete mit einer Landfläche von fast 11 Millionen Hektar in 10 Ländern: Benin, der Demokratischen Republik Kongo, Malawi, Mosambik, der Republik Kongo, Ruanda, Sambia, Simbabwe, im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik. Weitere Informationen finden Sie auf www.africanparks.orgTwitterInstagram and Facebook 

Über die Zimbabwe Parks und Wildlife Management Authority: Die Zimbabwe Parks & Wildlife Management Authority (Zimparks) handelt auf der Grundlage eines Parlamentsgesetzes, dem Parks and Wildlife Act von 1975. Die Behörde verwaltet eines der größten Gebiete des Landes – ungefähr 5 Millionen Hektar oder 13% der gesamten Landfläche Simbabwes. Sie ist für den Schutz, die Erhaltung und Administration der Tier- und Pflanzenwelt Simbabwes zuständig und blickt auf eine langjährige, verantwortungsvolle Verwaltung der einzigartigen Flora- und Fauna Simbabwes zurück. Weitere Informationen finden Sie auf zimparks.org.