Odzala-Kokoua-Nationalpark

Republik Kongo

Der Park

Im Herzen des zweitgrößten tropischen Regenwaldes der Welt liegt Odzala – ein Paradies für Naturliebhaber. Der Nationalpark beherbergt rund 7 500 der weltweiten Population des vom Aussterben bedrohten Westlichen Flachlandgorillas, über 5 000 Waldelefanten und fast 450 Vogelarten.

© Michael Viljoen

Der Odzala-Kokoua-Nationalpark liegt in einem der artenreichsten Ökosysteme der Erde – dem Kongobecken, einem tropischen Regenwald, der in seiner Ausdehnung nur vom Amazonas übertroffen wird. Dieser riesige Wald, der als eine der grünen Lungen der Erde bezeichnet wird, erbringt lebenswichtige Ökosystemleistungen und versorgt rund 75 Millionen Menschen in der Region. Odzala beherbergt die größte Population der Westlichen Flachlandgorillas in einem Nationalpark sowie 16 Prozent der gesamten Waldelefantenpopulation in Afrika. Die Regierung der Republik Kongo ist sich des außerordentlichen Potenzials von Odzala, seiner globalen Bedeutung für die Abschwächung des Klimawandels und seiner einzigartigen biologischen Vielfalt bewusst und bemüht sich, den Park dauerhaft zu schützen und seine Erhaltung in ihr nationales Konzept der sozioökonomischen Entwicklung einzubetten.

Zu diesem Zweck lud die Regierung 2010 African Parks ein, eine langfristige Verwaltungsvereinbarung zu unterzeichnen, um Odzala zu erhalten und gleichzeitig den Ökotourismus zu fördern und den 12 000 Menschen am Rande des Parks Nutzen zu bringen. Aufbauend auf unserer jahrzehntelangen Partnerschaft bestätigte die kongolesische Regierung im Jahr 2020 unsere Verwaltungsvereinbarung, stärkte unsere Partnerschaft für die verbleibenden 15 Jahre ihrer Laufzeit und bezog das Lossi-Gorillaschutzgebiet, einen 380 km2 großen angrenzenden Lebensraum, in das Mandat ein.

© Pete Oxford

Gemeinsam gehen wir einen Weg, um die Nachhaltigkeit dieser herrlichen Landschaft zu gewährleisten, indem wir eng mit den Gemeinden zusammenarbeiten, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die natürlichen Ressourcen übermäßig auszubeuten. Durch den Schutz der reichhaltigen Tierwelt und die Förderung von Tourismus und einkommensschaffenden Maßnahmen ist Odzala auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und zur Anerkennung als geschätztes und wertvolles Naturschutzgebiet.

Höhepunkte

  • © Pete Oxford
    Odzala-Kokoua wurde 1935 gegründet und ist eines der ältesten Schutzgebiete Afrikas.
  • Zentralafrika ist der Brennpunkt der Buschfleischkrise: 2020 wurden in Odzala 25 Tonnen Buschfleisch beschlagnahmt und 56 Personen festgenommen.
  • Die mobile Klinik feierte 2020 ihr sechsjähriges Bestehen. Hier werden Menschen behandelt, die sich in dieser abgelegenen Gegend des Kongo keine medizinische Versorgung leisten können oder keinen Zugang dazu haben.
  • Ein Menschengewöhnungsprogramm für Gorillas, das vom Forschungs- und Überwachungsteam geleitet wird, liefert positive Ergebnisse, die zukünftigen touristischen Angeboten im Park zugutekommen werden.
  • Der Park verfügt über drei hochwertige Touristen-Lodges, Lango, Mboko und Ngaga Camps, die notwendige Einnahmen für den Park und die lokalen Gemeinden generieren.
  • Eine Tierpflegerin kümmert sich um beschlagnahmte oder verletzte Wildtiere im Park und sichert so deren Überleben.

Am Horizont

Unser Ziel ist es, den Tourismus zu steigern und den Anwohnern neue Einkommensquellen zu erschließen. Nach einer Schulung durch Agrarexperten pflanzten die Bewohner in den Gemeinden 40 000 Kakaosetzlinge außerhalb des Nationalparks auf rehabilitierten Kakaofeldern an.

Odzala
© Marcus Westberg

Partner

Seit 2010 verwaltet African Parks den Odzala-Kokoua-Nationalpark in Partnerschaft mit der kongolesischen Regierung.

  • Ministry of Forest Economy and Sustainable Development of the Republic of the Congo
    Ministry of Forest Economy and Sustainable Development der Republik Kongo
    Das Ministerium für Forstwirtschaft und nachhaltige Entwicklung hat die Aufgabe, die vom Präsidenten der Republik Kongo definierte nationale Politik in Bezug auf nachhaltige Entwicklung, Forstwirtschaft und Umwelt umzusetzen. Wir begannen unsere Arbeit mit diesem Ministerium im Odzala-Kokoua-Nationalpark im Jahr 2010.
  • Elephant Crisis Fund (ECP)
    
Der Elephant Crisis Fund wird von Save the Elephants und dem Wildlife Conservation Network unterstützt, in Zusammenarbeit mit der Leonardo DiCaprio Foundation. Der ECP ist ein flexibler und reaktionsschneller Fonds, der sich auf Soforthilfe und die Unterstützung von großen und kleinen NGOs sowie Regierungen spezialisiert, um die Wilderei und den illegalen Handel von Elfenbein zu bekämpfen. Seit 2016 stellte der Fonds über 800 000 USD für Projekte im gesamten Portfolio von African Parks bereit, darunter in Zakouma, Chinko, Garamba, Pendjari und Odzala
  • European Union
    Die Europäische Union(EU)
    Die Europäische Union (EU) ist strategische Finanzierungspartnerin in Zentralafrika und stellt Ankerfinanzierungen für die „Greater Garamba“-Region in der Demokratischen Republik Kongo, die „Greater Zakouma“-Region sowie das Natur- und Kulturreservat Ennedi in Tschad, Chinko in der Zentralafrikanischen Republik und den Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo bereit. Im Rahmen des 11. Europäischen Entwicklungsfonds hat die Europäische Union 21,5 Millionen EUR für die „Greater Garamba“-Region (2016–2020), 10 Millionen EUR für das „Greater Zakouma“-Ökosystem (2017–2021), 6 Millionen EUR für den Odzala-Kokoua-Nationalpark (2018–2023), 4,7 Millionen EUR für das Natur- und Kulturreservat Ennedi (2018–2023) und 5,55 Millionen EUR für Chinko über das ECOFAC-VI-Programm (2019–2022) bereitgestellt. Darüber hinaus hat sich der EU-Treuhandfonds Bêkou für die Zentralafrikanische Republik zu 1,5 Millionen EUR für Chinko verpflichtet.
  • Der US Fish & Wildlife Service (USFWS)
    Der U.S. Fish and Wildlife Service (USFWS) setzt sich für die Erhaltung und den Schutz von Fischen, Wildtieren, Pflanzen und ihrer Lebensräume ein. Die Behörde vergab Zuschüsse zur Unterstützung unserer Anti-Wilderei-Programme in Chinko in der Zentralafrikanischen Republik, im Garamba-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, im Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo und im Zakouma-Nationalpark in Tschad. Im Jahr 2018 unterstützte USFWS zusammen mit USAID weiterhin das Management und den Schutz von Garamba und Chinko in Zentralafrika und erneuerte seine Unterstützung des Odzala-Kokoua-Nationalparks durch den WWF im Rahmen des Sangha Tri-National and Northern Congo Forest Landscape Cooperative Agreement. USFWS setzte zudem seine Unterstützung für die Elefantenüberwachung in Zakouma fort.
  • Le WWF
    Der WWF
    Der WWF unterstützt African Parks seit 2007 mit dem Ziel, das Managementmodell von African Parks im gesamten afrikanischen Kontinent zu verbreiten. Wir arbeiten mit dem WWF Sambia zusammen, der zu unseren Kernbetriebskosten und Schutzprojekten im Liuwa-Plain-Nationalpark und den Bangweulu-Feuchtgebieten beiträgt. Der WWF Niederlande stellte über 6,5 Millionen EUR zur Unterstützung unserer sambischen Parks und des Odzala-Kokoua-Nationalparks in der Republik Kongo bereit. Der WWF in den USA hat sich mit uns zusammengeschlossen, um ein langfristiges USFWS-gefördertes Projekt in der Republik Kongo zu realisieren, und seit kurzem ist der WWF Belgien ein strategischer Finanzierungspartner, der unsere Parks in Malawi und Liuwa Plain unterstützt.

Besuchen Sie den Park

Unsere Tourismuseinnahmen stärken nicht nur die Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden, sondern sichern auch das Überleben des Parks und seiner Tiere.

Buchen Sie jetzt Ihre Reise