Majete-Wildtierreservat

Malawi

Über das Reservat

Das Majete-Wildtierreservat im Südwesten von Malawi hat eine beeindruckende Geschichte der Wiederherstellung hinter sich.

© Marcus Westberg

Das Majete-Wildtierreservat war der erste Park, der in das Portfolio von African Parks aufgenommen wurde, und seine Transformation ist eine Geschichte der Hoffnung und Regenerierung. Im Jahr 2003 schloss sich das malawische Department of National Parks and Wildlife (DNPW) mit African Parks zusammen, um dieses kleine, aber wichtige Reservat zum Wohle der Menschen und der Tierwelt umzugestalten. Da Majete jahrzehntelang unter Wilderei gelitten hatte, nur 12 Mitarbeiter beschäftigte und wenig bis gar keinen Nutzen für die lokalen Gemeinschaften brachte, wurde das Modell von African Parks hier auf die Probe gestellt.

© Marcus Westberg

Im Jahr 2003 begannen wir mit einer Reihe von Wiederansiedlungen, beginnend mit Nashörnern, Elefanten im Jahr 2006, Löwen im Jahr 2012 und einer Vielzahl anderer Tiere, darunter Giraffen und Geparden in den letzten beiden Jahren. Insgesamt wurden mehr als 3 200 Tiere aus 16 verschiedenen Tierarten nach Majete zurückgebracht, wodurch die Säugetiervielfalt wiederhergestellt und das Gebiet zu Malawis führendem Wildtierziel wurde. Majete ist nicht nur ein anerkanntes Safariziel, sondern beschäftigt heute über 459 einheimische Voll- und Teilzeitbeschäftigte und erbringt wichtige Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Investitionen in lokale Unternehmen.

Höhepunkte

  • Mehr als 3 900 Tiere 16 verschiedener Arten wurden wiederangesiedelt, unter anderem Spitzmaulnashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden, Rappenantilopen, Impalas und Büffel. Die Bestandsaufstockung führte dazu, dass Majete sich zu einem „Big Five“-Reservat und Malawis führender Reisedestination für Wildtierbeobachtungen entwickelte.
  • Von 2006 bis 2017 wuchs die Elefantenpopulation auf über 430. So konnten wir im Rahmen unserer historischen „500 Elephants“-Umsiedlung 154 Elefanten von Majete nach Nkhotakota verlagern.
  • Unsere wirksame Rechtsdurchsetzung und das aktive Engagement der umliegenden Gemeinden ließen die Zahl der Wildereivorfälle Jahr für Jahr deutlich schrumpfen. Seit 2003 wurden weder Nashörner noch Elefanten gewildert.
  • Die Beschäftigungsquote in Majete hat sich seit Beginn der Verwaltung durch African Parks im Jahr 2003 mehr als verzehnfacht.
  • Die lokale Wirtschaft veränderte sich zum Guten, da wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen und Infrastruktur und Dienstleistungen bereitgestellt wurden, unter anderem durch den Bau von Schulen, Kliniken und sicheren Straßen.
  • Majete verzeichnete im Jahr 2020 nur 7 220 Besucher, von denen 64 Prozent einheimische Bürger, 32 Prozent Ortsansässige und 4 Prozent internationale Besucher waren, durch die ein Einkommen von 270 609 US-Dollar erzielt wurde (fast 50 Prozent weniger als 2019).2014 wurde in Majete ein hochmodernes Malariaforschungs- und -präventionszentrum errichtet, mit dem Ziel, die Malariainfektionsraten in den umliegenden Gemeinden bis 2020 um 80 Prozent zu senken. Teststandorte, die die empfohlenen Methoden anwandten, verzeichneten im Jahr 2020 eine Infektionsrate von null Prozent.
  • Ein Stipendienprogramm wurde eingerichtet, um das Schulgeld für Kinder zu bezahlen, die sonst nicht die Möglichkeit gehabt hätten, zur Schule zu gehen.
  • Im Jahr 2018 wurden vier Löwen (zwei Männchen und zwei Weibchen) aus Südafrika nach Majete umgesiedelt, um die genetische Vielfalt der Population zu erhöhen.
  • 13 Giraffen aus Südafrika wurden nach Majete umgesiedelt, um dort ihre erste Population zu gründen und ihr Verbreitungsgebiet zu erweitern.Weitere 10 Giraffen haben wir im Oktober 2021 nach Majete umgesiedelt, um die Population zu stärken.
  • Im Juli 2021 haben wir sechs Afrikanische Wildhunde von Südafrika in das Majete-Wildtierreservat und acht in den Liwonde-Nationalpark umgesiedelt, um die Art nach Jahrzehnten der Abwesenheit wieder in Malawi anzusiedeln.

Am Horizont

Wir möchten unsere Erfolgsbilanz bei Nashörnern und Elefanten aufrechterhalten und die Lebensqualität der umliegenden Gemeinden durch den Ausbau einkommensschaffender Aktivitäten und die Umsetzung von Malariabekämpfungsmaßnahmen weiter verbessern.

Majete
© Naude Heunis

 

Partner

  • Malawi Department of National Parks and Wildlife
    Malawi Department of National Parks and Wildlife (DNPW)
    Das DNPW ist die staatliche Institution, die für Nationalparks, Wildschutzgebiete, Wildtierreservate sowie für das Wildtiermanagement auf kommunalen Flächen in Malawi zuständig ist. Wir begannen unsere Arbeit mit dem DNPW im Majete-Wildtierreservat im Jahr 2003 und im Nkhotakota-Wildtierreservat und Liwonde-Nationalpark im Jahr 2015.
  • The Wyss Foundation
    Die Wyss Foundation
    Die Wyss Foundation ist eine private gemeinnützige Stiftung, die sich der Unterstützung innovativer, langfristiger Lösungen widmet, die Leben verbessern, Gemeinschaften befähigen und Beziehungen zu der Erde stärken. Im Jahr 2018 setzte die Stiftung ihre Unterstützung des Akagera-Nationalparks in Ruanda und der drei Parks in Malawi (Liwonde, Majete und Nkhotakota) sowie des Pendjari-Nationalparks in Benin fort. Ihre fortwährende Finanzierung ist Teil der bahnbrechenden Zusage von 65 Millionen USD für African Parks in Form von Challenge Grants (Herausforderungszuschüssen) für fünf neue Parks. Diese Zuschüsse unterstützen seit diesem Jahr den Bazaruto-Archipel-Nationalpark in Mosambik.
  • Le WWF
    Der WWF
    Der WWF unterstützt African Parks seit 2007 mit dem Ziel, das Managementmodell von African Parks im gesamten afrikanischen Kontinent zu verbreiten. Wir arbeiten mit dem WWF Sambia zusammen, der zu unseren Kernbetriebskosten und Schutzprojekten im Liuwa-Plain-Nationalpark und den Bangweulu-Feuchtgebieten beiträgt. Der WWF Niederlande stellte über 6,5 Millionen EUR zur Unterstützung unserer sambischen Parks und des Odzala-Kokoua-Nationalparks in der Republik Kongo bereit. Der WWF in den USA hat sich mit uns zusammengeschlossen, um ein langfristiges USFWS-gefördertes Projekt in der Republik Kongo zu realisieren, und seit kurzem ist der WWF Belgien ein strategischer Finanzierungspartner, der unsere Parks in Malawi und Liuwa Plain unterstützt.

Besuchen Sie den Park

Unsere Tourismuseinnahmen stärken nicht nur die Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden, sondern sichern auch das Überleben des Parks und seiner Tiere.

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