Majete-Wildtierreservat

Malawi

Über das Reservat

Das Majete-Wildtierreservat im Südwesten von Malawi hat eine beeindruckende Geschichte der Wiederherstellung hinter sich.

© Marcus Westberg

In nur 16 Jahren entwickelte sich Majete von einer leeren Waldfläche mit ein paar wenigen Antilopen zu einem gesunden und produktiven Rückzugsort für die berühmtesten Wildtiere Afrikas. Jahrzehntelange Gesetzlosigkeit und Wilderei hatten dazu geführt, dass die Wildtiere im Reservat in den 90er Jahren vollständig ausgerottet wurden. Dies änderte sich 2003, als African Parks die Verwaltung von Majete übernahm – dem ersten Schutzgebiet in unserem Portfolio.

© Marcus Westberg

Wir begannen sofort, das Reservat durch eine Reihe von Wiederansiedlungen wiederzubeleben. Heute gedeiht Majete so stark, dass seine Wildtiere in andere Parks und private Reservate innerhalb des Landes umgesiedelt werden. Nashörner und Elefanten wurden seit ihrer Wiederansiedlung vor 16 und 13 Jahren in Majete nicht mehr gewildert. Der Tourismus wuchs gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent. Knapp 12 000 Besucherinnen und Besucher brachten über 320 000 USD ein. Majete beweist, dass ein Gebiet, das vor wenigen Jahren noch als Ödnis abgestempelt wurde, wiederhergestellt werden kann und Menschen wie Tieren eine wichtige Lebensgrundlage bieten kann.

Höhepunkte

  • Mehr als 2 900 Tiere 15 verschiedener Arten wurden wiederangesiedelt, unter anderem Spitzmaulnashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden, Rappenantilopen, Impalas und Büffel. Die Bestandsaufstockung führte dazu, dass Majete sich zu einem „Big Five“-Reservat und Malawis führender Reisedestination für Wildtierbeobachtungen entwickelte.
  • Von 2006 bis 2017 wuchs die Elefantenpopulation auf über 430. So konnten wir im Rahmen unserer historischen „500 Elephants“-Umsiedlung 154 Elefanten von Majete nach Nkhotakota verlagern.
  • Unsere wirksame Rechtsdurchsetzung und das aktive Engagement der umliegenden Gemeinden ließen die Zahl der Wildereivorfälle Jahr für Jahr deutlich schrumpfen. Seit 2003 wurden weder Nashörner noch Elefanten gewildert.
  • Die Beschäftigungsquote in Majete hat sich seit Beginn der Verwaltung durch African Parks im Jahr 2003 mehr als verzehnfacht.
  • Die lokale Wirtschaft veränderte sich zum Guten, da wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen und Infrastruktur und Dienstleistungen bereitgestellt wurden, unter anderem durch den Bau von Schulen, Kliniken und sicheren Straßen.
  • Mit fast 12 000 Touristen im Jahr 2018 nahm der Tourismus stark zu; gegenüber 2017 entspricht dies einem Anstieg um 27 Prozent. 2018 brachte der Park Tourismuseinkünfte von mehr als 320 000 USD ein.
  • 2014 wurde in Majete ein hochmodernes Malariaforschungs- und -präventionszentrum errichtet, mit dem Ziel, die Malariainfektionsraten in den umliegenden Gemeinden bis 2018 um 80 Prozent zu senken. Teststandorte, die die empfohlenen Methoden anwandten, verzeichneten im Jahr 2018 eine Infektionsrate von null Prozent.
  • Ein Stipendienprogramm wurde eingerichtet, um das Schulgeld für Kinder zu bezahlen, die sonst nicht die Möglichkeit gehabt hätten, zur Schule zu gehen.
  • Im Jahr 2018 wurden vier Löwen (zwei Männchen und zwei Weibchen) aus Südafrika nach Majete umgesiedelt, um die genetische Vielfalt der Population zu erhöhen.
  • 13 Giraffen aus Südafrika wurden nach Majete umgesiedelt, um dort ihre erste Population zu gründen und ihr Verbreitungsgebiet zu erweitern.

Am Horizont

Wir möchten unsere Erfolgsbilanz bei Nashörnern und Elefanten aufrechterhalten und die Lebensqualität der umliegenden Gemeinden durch den Ausbau einkommensschaffender Aktivitäten und die Umsetzung von Malariabekämpfungsmaßnahmen weiter verbessern.

Majete
© Naude Heunis

 

Partner

  • Malawi Department of National Parks and Wildlife
    Malawi Department of National Parks and Wildlife (DNPW)
    Das DNPW ist die staatliche Institution, die für Nationalparks, Wildschutzgebiete, Wildtierreservate sowie für das Wildtiermanagement auf kommunalen Flächen in Malawi zuständig ist. Wir begannen unsere Arbeit mit dem DNPW im Majete-Wildtierreservat im Jahr 2003 und im Nkhotakota-Wildtierreservat und Liwonde-Nationalpark im Jahr 2015.
  • The Wyss Foundation
    Die Wyss Foundation
    Die Wyss Foundation ist eine private gemeinnützige Stiftung, die sich der Unterstützung innovativer, langfristiger Lösungen widmet, die Leben verbessern, Gemeinschaften befähigen und Beziehungen zu der Erde stärken. Im Jahr 2018 setzte die Stiftung ihre Unterstützung des Akagera-Nationalparks in Ruanda und der drei Parks in Malawi (Liwonde, Majete und Nkhotakota) sowie des Pendjari-Nationalparks in Benin fort. Ihre fortwährende Finanzierung ist Teil der bahnbrechenden Zusage von 65 Millionen USD für African Parks in Form von Challenge Grants (Herausforderungszuschüssen) für fünf neue Parks. Diese Zuschüsse unterstützen seit diesem Jahr den Bazaruto-Archipel-Nationalpark in Mosambik.
  • Le WWF
    Der WWF
    Der WWF unterstützt African Parks seit 2007 mit dem Ziel, das Managementmodell von African Parks im gesamten afrikanischen Kontinent zu verbreiten. Wir arbeiten mit dem WWF Sambia zusammen, der zu unseren Kernbetriebskosten und Schutzprojekten im Liuwa-Plain-Nationalpark und den Bangweulu-Feuchtgebieten beiträgt. Der WWF Niederlande stellte über 6,5 Millionen EUR zur Unterstützung unserer sambischen Parks und des Odzala-Kokoua-Nationalparks in der Republik Kongo bereit. Der WWF in den USA hat sich mit uns zusammengeschlossen, um ein langfristiges USFWS-gefördertes Projekt in der Republik Kongo zu realisieren, und seit kurzem ist der WWF Belgien ein strategischer Finanzierungspartner, der unsere Parks in Malawi und Liuwa Plain unterstützt.

Besuchen Sie den Park

Unsere Tourismuseinnahmen stärken nicht nur die Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden, sondern sichern auch das Überleben des Parks und seiner Tiere.

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